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Hast du die nötige Empathie?

Hast du die nötige Empathie?

Viele von euch scharen wahrscheinlich schon in den Startlöchern und freuen sich wieder auf die Arbeit im Büro. Die Zeit des Home Office neigt sich schön langsam dem Ende zu: "Soziale Kontakte – wir kommen!"

 

Vor einigen Monaten ist mein neuestes Buch "Endurance26" erschienen. In meinem Buch geht es um darum, sich als Führungskraft und auch als Mensch weiterzuentwickeln. In 26 Wochen erwarten den Leser / die Leserin zahlreiche Aufgaben und Übungen zur Selbstreflexion und persönlichen Entwicklung. Man braucht für dieses Buch ein wenig Zeit, aber auch das nötige Durchhaltevermögen!

 

Empathie – der Schlüssel zum Erfolg

Auch die aktuelle Situation erfordert von uns allen Durchhaltevermögen. Und im Umgang mit anderen Menschen, jetzt wahrscheinlich mehr denn je, die nötige Empathie. Ich widme auch in meinem Buch dem Thema "Empathie" ein eigenes Kapitel. Einen Auszug möchte ich euch hier und heute mitgeben:

 

Ich bekommen sehr oft lobende Worte für meine Tätigkeit als Trainer zu hören. Ich freue mich natürlich immer riesig, wenn TeilnehmerInnen nach einem Workshop zu mir kommen und mir gratulieren. Natürlich entgegne ich dann: „Es freut mich, dass dir das Seminar so gut gefallen hat.“ Vielfach bekomme ich dann aber auch noch zu hören: „Du hast wirklich eine ganz besondere Gabe mit Menschen umzugehen. Du hast solch eine Empathie. Wie machst du das nur?“ An dieser Stelle frage ich mich dann immer wieder: „Was mache ich denn eigentlich so besonderes?“

 

Empathie ist in unserer heutigen Zeit eine ganz besondere und unglaublich wertvolle Tugend. Unsere Kommunikation läuft über so viele multimediale Ansätze ab, dass das persönliche Gespräch oft in den Hintergrund tritt. Dadurch fehlt oftmals auch das nötige Fingerspitzengefühl, wenn es im direkten Kontakt einmal zu herausfordernden Situationen kommt. Wer Einfühlungsvermögen hat, findet einen Draht zu seinen Mitmenschen, zu seinem Team, seinen Angestellten. Doch Empathie kann man nicht per Knopfdruck einfach so ein- oder ausschalten. Ich kann auch nicht zu Ihnen sagen: „Und jetzt bist du empathisch.“ Das funktioniert leider nicht, auch wenn es doch so schön und einfach wäre.

 

Ich bin davon überzeugt, Empathie ist Einstellungssache. Jeder kann das nötige Feingefühl entwickeln und sich auf andere Menschen einstellen, sie bewusst wahrnehmen und ihnen offen, aufmerksam und ehrlich zuhören. Es geht nur um das Wollen!

 

Eine kleine Aufgabe für Sie

Empathie ist ein vielfach gepredigter Ausdruck. Wie oft haben Sie und auch ich schon in Seminaren gehört oder auch in Büchern gelesen: „Sie müssen Empathie haben!“ Doch was ist Empathie eigentlich? Ich sehe unter diesem allumfassenden Begriff eine ganze Menge Eigenschaften und wertvolle Tugenden vereint. Ich bin außerdem davon überzeugt, dass Empathie zudem sehr individuell ist und dass Menschen durchaus ein unterschiedliches Verständnis davon haben. Und genau dieses Verständnis sollen Sie nun für sich visualisieren. Dazu finden Sie hier meine so genannte „Empathie Bridge“. Warum eine Brücke? Ganz einfach, weil ich der Meinung bin, dass Empathie ein wertvoller Schlüssel und Weg zum Gegenüber ist. Es verbindet!

 

Die Brücke besteht aus 4 "Holzelementen". Jedes dieser Elemente steht für einen Begriff. Machen Sie sich in dieser Woche intensiv Gedanken und überlegen Sie sich, welche Eigenschaften und Tugenden tragen Ihrer Meinung nach zu Empathie bei? Wie können Sie Ihre ganz persönliche und individuelle „Empathie Bridge“ bauen. Ebnen Sie sprichwörtlich den Weg zu Ihren KollegInnen, MitarbeiterInnen, FreundInnen und Verwandten.

Empathie-Bridge - © Gerald Garms